Home » Dekorasi » design und ideen bequemlichkeitsregel treppe

design und ideen bequemlichkeitsregel treppe

Täglich genutzt, ist die Sicherheit einer Treppe besonders wichtig. Nicht nur für Kinder und ältere Menschen können Treppen zu Gefahren- und Unfallquellen werden. Ein bequemes Schrittmaß, ergonomische Handläufe, Rutschsicherheit und gute Beleuchtung sind Grundlagen für eine sichere Treppe, die alle Familienmitglieder gefahrfrei nutzen können.

Die wichtigsten DIN-Regeln und Anforderungen für sichere Treppen nach DIN 18065 stellen wir Ihnen hier im Überblick vor.

Das umfassendste Grundlagenwerk zum Treppenbau ist die DIN 18065, in der beispielsweise die Größe der Treppenstufen oder die Höhe des Treppengeländers geregelt wird. Sie formuliert die anerkannten Regeln der Technik und gilt als Basis für die Bestimmungen der Bauordnungen der Länder. Für Bauherren gesetzlich vorgeschrieben ist jedoch nur, was in der für das Bauvorhaben gültigen Landesbauordnung verankert ist.

Der Gesetzgeber unterscheidet zwischen dem öffentlichen und dem privaten Raum: So gibt es für Treppen in Mehrfamilienhäusern mehr Vorgaben als für private Räume, wie in einem Einfamilienhaus. Um ausreichend sicher zu sein, sollte eine Treppe aber auch in Einfamilienhäusern die Mindestmaße der DIN 18065 erfüllen.

Notwendige und nicht notwendige Treppen

Eine weitere Unterscheidung besteht im Baurecht zwischen zwei grundsätzlichen Treppenarten: der notwendigen und der nicht notwendigen Treppe:

  • Jede Treppe, die ein Wohngeschoss erschließt – also auch ein neu ausgebautes Dachgeschoss – ist notwendig.
  • Eine Treppe, die hingegen zu einem nur als Stauraum genutzten Dachboden führt, ist dagegen nicht notwendig. Wird ein Geschoss bereits durch eine notwendige Treppe erreicht, gilt jede weitere Treppe als nicht notwendig.

Für notwendige Treppen gelten nach DIN 18065 strenge Regeln, die Maße der Stufen sowie die Steigung müssen sich in einem gewissen Rahmen bewegen. Eine Klapptreppe ist nur für die Erschließung ungenutzter Dachböden in einem Ein- oder Zweifamilienhaus erlaubt.

Und auch für sogenannte Raumspartreppen, die gerne bei der Erschließung einer Wohngalerie oder eines bewohnten Dachspitzes zum Einsatz kommen, gelten die Mindestmaße für Steigung, Stufenbreite und Tiefe.

Treppenbreite und Treppensteigung

Per Definition ist bereits die ununterbrochene Folge von mindestens drei Treppenstufen eine Treppe. Hier die wichtigsten DIN-Regeln für die Treppenbreite, die Steigung und den Auftritt.

Nutzbare Treppenbreite: Regeln nach DIN 18065
Damit wird die Breite der Treppe bezeichnet, die tatsächlich genutzt werden kann. Sie wird durch angrenzende Bauteile, Hohlräume oder auch in den Lauf ragende Geländerholme festgelegt.
  • Bei baurechtlich notwendigen Treppen in Wohngebäuden mit maximal zwei Wohnungen muss die Treppenbreite mindestens 80 cm betragen.
  • Besser noch sind 90 oder 100 cm, damit auch sperrige Gegenstände problemlos transportiert werden können.

Treppensteigung: Regeln nach DIN 18065

  • Die Treppensteigung wird mithilfe der sogenannten Schrittmaßregel geplant: 2 s (Treppensteigung) + a (Treppenauftritt) = Schrittmaß (590 bis 650 Millimeter). Die Steigung darf 140 bis maximal 200 Millimeter betragen.
  • Zusätzlich gibt es eine Sicherheitsformel, die sich an der sicheren Auftrittsfläche beim Herabsteigen einer Treppe orientiert. Sie lautet: a + s = 460 mm und soll zu geringe Auftrittsbreiten verhindern.
  • Eine weitere Regel ist die sogenannte Bequemlichkeitsregel für eine angenehme Begehbarkeit von Treppen. Sie lautet: a – s = 120 mm.

Beide Regeln werden mit einem Steigungsverhältnis von 170 mm Steigungshöhe zu 290 mm Stufentiefe erfüllt.

Treppenauftritt: Regeln nach DIN 18065
Der Auftritt gibt die Tiefe der Treppenstufe an. Die zulässigen Werte liegen zwischen 230 und 370 mm bei baurechtlich notwendigen Treppen in Wohnhäusern mit nicht mehr als zwei Wohnungen.

Wichtig beim Treppenbau ist, dass die Stufen alle die gleiche Höhe aufweisen. Am Beginn und Ende der Treppe muss darum der Fußbodenaufbau mit Estrich, der Aufbauhöhe für eine eventuelle Fußbodenheizung sowie dem Fußbodenbelag entsprechend berücksichtigt werden.

Treppenformen

Sicherheit fängt beim Treppengrundriss an: Stürze passieren oft beim Beginn des (Abwärts-)Gehens und noch öfter an dessen Ende, also kurz bevor die untere Geschossebene erreicht wird.

Neben geradläufigen Treppen sind ausreichend breite, gewendelte Treppen ebenfalls gut begehbar und werden im Einfamilienhaus am meisten eingesetzt.

Besonders platzsparende Varianten sind Wendeltreppen bzw. Spindeltreppen: Doch gerade diese sind auf Grund der zum Treppenauge hin extrem schmal zulaufenden Treppenstufen am schwersten begehbar. Auf keinen Fall dürfen Spindel- und Wendeltreppen zu eng geplant werden. Außerdem sollten Sie auf eine gleichmäßige Verziehung der Stufen achten, um Stolperfallen auszuschließen.

Add a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *